
Bei Gesprächen in Los Angeles und New York konnte Sascha Hellen das Projekt HERAUSFORDERUNG ZUKUNFT vorstellen und mit namhaften Persönlichkeiten diskutieren. In Los Angeles traf er mit Gottfried Helnwein zusammen. Der österreichische Künstler, der abwechselnd in Irland und in den USA lebt, wurde in den 70er Jahren vor allem durch seine hyperrealistischen Bilder von verwundeten und bandagierten Kindern bekannt.
Die Darstellung des Kindes ist nach wie vor das zentrale Thema seiner Arbeiten. Seit den 90er Jahren konzentriert er sich neben der Malerei immer stärker auf Fotografie und großformatige Installationen, die meist ein sozial- oder gesellschaftspolitisches Anliegen haben. Gottfried Helnwein schuf auch Bühnenbilder, u.a. für die Inszenierungen von Maximilian Schell und Jürgen Flimm. Seine Arbeiten werden weltweit gezeigt, u.a. im San Francisco Museum of Modern Art, in Peking, New York, im russischen Museum in St. Petersburg oder im Folkwang Museum in Essen.
In New York traf Sascha Hellen mit Friedensnobelpreisträger Elie Wiesel zusammen. Er ist, so schreibt das Time Magazine, das „Gewissen der Menschlichkeit“. Elie Wiesel wurde 1928 in Rumänien geboren, 1944 wurde die Familie nach Auschwitz deportiert. Seine Eltern, die Großeltern und die jüngste Schwester wurden ermordet. Wiesel erlebte das Kriegsende in Buchenwald und ging zunächst nach Frankreich. Ab 1956 war er UN-Berichterstatter in New York. 1958 erschien sein Buch „Die Nacht“. Heute ist er Professor für Literatur in Boston und leitet u.a. mit George Clooney eine UN-Kommission für die Verbrechen gegen die Menschlichkeit im Sudan.
Ebenfalls in New York traf Sascha Hellen auf Dr. Ruth Westheimer. Sie ist eine international bekannte Sexberaterin und unterrichtet heute in Harvard und Yale. Geboren wurde sie 1928 in Frankfurt am Main. Im Alter von 10 Jahren musste sie aus Deutschland fliehen, während ihre Eltern im Holocaust ermordet wurden. 1945 ging sie nach Palästina, wo sie u.a. im israelischen Unabhängigkeitskrieg kämpfte. Nach einem Studium der Psychologie an der Sorbonne in Paris wanderte sie 1956 in die USA aus. Dort studierte sie Soziologie und Sexualwissenschaften. 1980 startete sie ihre landesweite Radiosendung „Sexually speaking“, in der sie Anrufern offen, humorvoll und unverklemmt Tipps und Ratschläge gab. Die Sendung wurde ein riesiger Erfolg. Es folgten zahlreiche Buchveröffentlichungen und weltweite Auftritte. Ruth Westheimer wurde für ihren humanitären Einsatz und ihr Engagement gegen Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus mit der Leo Baeck Medaille geehrt.